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Prognose für die nächsten Tage

Sa Samstag 19. Mai 2012 19.5 Aufhellungen, einzelne Regenschauer | 20°
So Sonntag 20. Mai 2012 20.5 ziemlich sonnig | 24°
Mo Montag 21. Mai 2012 21.5 stark bewölkt, schwacher Regen 10° | 17°
Di Dienstag 22. Mai 2012 22.5 stark bewölkt, zeitweise Regen | 14°
Mi Mittwoch 23. Mai 2012 23.5 stark bewölkt, zeitweise Regen | 13°

Quelle: MeteoSchweiz

Gemeinde Kirchberg BE

Solothurnstrasse 2
3422 Kirchberg
Tel. 034 448 30 30
Fax 034 448 30 49
gemeinde(at)kirchberg-be.ch

Öffnungszeiten

Montag
08.30 Uhr – 11.30 Uhr
14.00 Uhr – 18.00 Uhr

Dienstag und Mittwoch
08.30 Uhr – 11.30 Uhr
14.00 Uhr – 16.30 Uhr

Donnerstag
08.30 Uhr – 11.30 Uhr
Nachmittag geschlossen

Freitag
08.30 Uhr – 11.30 Uhr
13.00 Uhr – 16.00 Uhr

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Sehenswertes

Kirche

Dem Anreisenden weist die Kirche auf dem Felshügel aus allen Richtungen den Weg. Der jetzige Bau geht auf das Jahr 1506 zurück. Fundamentgrabungen beweisen jedoch das Vorhandensein früherer Bauten, so auch einer Martinskirche, die bereits im 8. Jahrhundert bestanden haben muss. Die heutige Kirche zählt zu den grössten spätgotischen Landkirchen im Kanton Bern und ist mit wertvollen Glasgemälden ausgestattet.

Das alte Pfarrhaus, das „Pfrundhus“ wie man ursprünglich sagte, dürfte bereits vor dem Bau der heutigen Kirche bestanden haben. Über dem Eingang des Pfarrhauses ist die Jahrzahl 1636 zu lesen.

Der neue Kirchgemeindesaal, erbaut 2001, befindet sich neben der Kirche, ebenfalls auf dem „Chilchhoger“. Der moderne Anbau an das Kirchgemeindehaus dient als Begegnungsstätte für diverse Anlässe für Jung und Alt.

Kleehof, Tschiffeli- oder Duboisgut

Im Jahr 1763 erwirbt Johann Rudolf Tschiffeli, aus einer patrizischen Familie stammend, Begründer der ökonomischen und gemeinnützigen Gesellschaft Bern, das Landgut „Kleegarten“ mit dazugehörigem Bauernhaus. Hier schuf er eine Revolution in der Landwirtschaft. Zwischen 1765 und 1768 nimmt Tschiffeli den Ausbau des Landsitzes in Angriff. Der bestehende Herrenstock, ein einfacher, rechteckiger Riegbau, wird vom Berner Architekt Niklaus Sprüngli, durch zwei symmetrisch angeordnete eingeschossige Pavillons erweitert. Gleichzeitig wird der Hof mit reizvollen Gartenarchitekturen, Obelisken und Vasenbrunnen eingefasst.

Im Jahr 1770 verkauft der Besitzer das Gut für 72 000 Berner Pfund an Hauptmann Ludwig Philibert Sinner. Dieser lässt durch Architekt Ahasver Carl v. Sinner, einem entfernten Vetter, den alten Hauptbau zwischen den Pavillons ersetzen: Erbaut wurde ein nobler zweigeschossiger „Corps de Logis“ mit Walmdach. 1811 geht der Besitz an Philippe Heinrich Dubois von Le Locle über.

Von ihm erwirbt 1830 Heinrich Roth, selber Grundbesitzer und Gemeindepräsident von Ersigen, das Gut. 1840 wird im östlichen Pavillon eine Bierbrauerei eingerichtet. 1959 kauft Alphonse Schoch den Kleehof und versteht es, die Einheit von Herrenhaus und funktionierendem Landwirtschaftsbetrieb zu erhalten. Gutsbetrieb und Wohnhaus werden nach und nach saniert, der östliche Pavillon, durch den Einbau der Bierbrauerei grösstenteils zerstört, wird 1965 nach Originalplänen restauriert und unter Denkmalschutz gestellt.

Mühle

Mit dem Neubau von 1433 ersparen sich die Bauern den vor allem bei Hochwasser mühsamen Weg über die Emme zur Mühle von Alchenflüh. Als Mühlebesitzer wird 1549 der Ammann Bendicht Iseli genannt. 1696 verkaufte die Familie Iseli die Mühle an Niklaus Schönauer, der sie seinem Sohn Hans übergab. Dieser verschwendete mit vollen Händen. Als ihm die Schulden über den Kopf wuchsen, flieht er bei Nacht und Nebel ins Ausland. Die Mühle war verlottert. Sie kam unter den Hammer. Aus der Versteigerung übernahm Johannes Aeby 1738 die Mühle. Zwischen 1775 und 1777 wird das aktuelle Gebäude errichtet.

Im Laufe der Zeit wird der Komplex vergrössert und modernisiert: 1838 entsteht die noch bestehende Scheune. 1890 muss das Wasserrad einer Turbine weichen, welche 1924 anlässlich der Errichtung des neuen Anbaus auf der Südseite durch die aktuelle Turbine ersetzt wird. Der strassenseitige Anbau wird 1936 nach einem Brand gebaut. In den Kaufbriefen von 1768 und 1815 werden ein Mühlegebäude mit Wohnhaus und Scheune, Stock und Speicher, dazu Reibe, Stampfe und Röndle genannt. Von all diesen Gebäuden und Einrichtungen sind heute noch das Mühlegebäude und der Mühlestock erhalten. Südlich des Stockes steht ein kleines, achteckiges Gartenaus aus dem 19. Jahrhundert. Unter diesem Ständerbau fliesst der Mühlebach.

Die Familie Aeby, eine der ältesten Burgerfamilien von Kirchberg, ist noch heute im Besitz der Mühle.

Weitere Sehenswürdigkeiten sowie die detaillierte Ortsgeschichte ist im Jubiläumsbuch zum 1000-Jahrjubiläum 1994 nachzulesen. Das Werk kann bei der Gemeindeschreiberei bezogen werden.